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Donatus Big Cut Schere nicht scharf genug - was nun? Ein Lösungsansatz
#1
Guten Morgen zusammen,

nachdem mich gestern meine gebrauchte Donatus erreicht hat und ich mit den ersten Schnittergebnissen nicht zu 100% zufrieden gewesen bin, habe ich als erstes @gelsentrooper um seine Rückmeldung gebeten wie scharf denn seine Klingen seien. Dank der netten Antwort weiß ich nun, dass diese fühlbar sehr scharf sind, was bei meiner eben nicht der Fall war.

Natürlich hat mich das dazu veranlasst darüber nachzudenken, welche Optionen daraus für mich nun resultieren:
1. Damit abfinden, dass die Schere nicht nennenswert besser schneidet als mein Cutter
2. Zum Hersteller schicken und dort bearbeiten lassen
3. Selber schärfen

Variante 1 scheidet für mich sofort aus, da ich mich ungern mit Dingen zufrieden gebe, wenn sie nicht so sind wie ich sie mir vorstelle.

Variante 2 war für mich nach genauerer Betrachtung auch recht schnell vom Tisch. Zum einen wäre dann das vermeintliche Schnäppchen danach wahrscheinlich keines mehr. Zum anderen ist mir bei genauerer Betrachtung der Schere aufgefallen, dass für die Schärfe eine einfache und recht grobe Schneidphase aufgebracht war. Das hat für mich zum einen den Nachteil, dass die Schärfe idR nicht sonderlich lange hält, zum anderen dass solche Schneidphasen durchaus eher rupfen können als schneiden, was ein Ausfransen begünstigen kann. Erschwerend hinzu kam dann für mich, dass prinzipbedingt durch das Nachschleifen nach der Systematik die Schere nach der Schneidkante dicker werden würde, was nach meiner Vorstellung ein Aufplatzen der Zigarre begünstigen kann.

Letzteres habe ich mal versucht hier in einer Skizze darzustellen:
[Bild: https://up.picr.de/38254898of.jpg]
Links: Ausgangszustand
Mitte: Vermuteter Zustand der Klinge nach dem Herstellerbesuch
Rechts: Mein Zielzustand, eine Ballig auf Null auslaufende Klinge

Somit sind wir auch bei der Zielsetzung angekommen.

Dazu muss erst im auf dem Bild rot markierten Bereich Material weggenommen werden:
[Bild: https://up.picr.de/38254907em.jpg]

Das habe ich mit einem recht feinen Schleifpapier mit 1200er Körnung und einem Kupferrohr bewerkstelligt. Schon bei der Aufgabe habe ich angefangen, die Balligkeit der Schneide bis an die Schneidphase zu schleifen, jedoch mit Priorisierung der Materialabtragung im roten Bereich. Hierbei wird dann auch gleich die alte Kante zwischen Klinge und Schneidphase des Herstellers abgerundet. Vorteilhaft hierbei ist, dass die Schere nur 56 HRC hat und somit relativ weich ist.
Leider kann bedingt durch die nicht gegebene Zerlegbarkeit (zumindest nicht ohne rohe Gewalt) die Schere nur von der außenliegenden Seite bearbeitet werden, anderenfalls würde man zwischen den beiden Klingen einen (größeren) Spalt erzeugen.

Bilder des Arbeitsmaterials, die Schleifpapiere sind SiC-Basiert:
[Bild: https://up.picr.de/38254953ly.jpg]

Nach dem erfolgreichen Grobschliff habe ich dann den kompletten äußeren Klingenbereich noch mit 2.000er / 3.000er und 5.000er Schleifpapier soweit es meine Geduld zugelassen hat poliert und dabei auch die Schneide weiter verfeinert, was sowohl dem Schnitt als auch der Standzeit zugute kommen sollte.
Bei der Polierung erhoffe ich mir ein leichteres Durchgleiten der Schere durch das Schnittgut. Im Gegensatz zu Lebensmitteln sind ja Zigarren relativ trocken, weshalb ich davon ausgehe, dass mit der Politur die Reibung verringert wird und das bei Lebensmitteln bekannte anpappen / ansaugen / anhaften hier kein Thema ist.

Bilder der Polierhilfe, ein kleiner mit einem scharfen Messer in Form geschnittener Schleifschwamm:
[Bild: https://up.picr.de/38254987vc.jpg]

Hier noch mit aufgezogenem Schleifpapier:
[Bild: https://up.picr.de/38254994kt.jpg]

Nun kommen wir zu ein paar Bildern des End-Ergebnisses:
[Bild: https://up.picr.de/38254999xj.jpg]

[Bild: https://up.picr.de/38255002fm.jpg]

[Bild: https://up.picr.de/38255011lr.jpg]

[Bild: https://up.picr.de/38255019kc.jpg]


Die Politur und das Finsh hätte man sicher mit mehr Konsequenz und Geduld noch besser ausführen können, wobei das meiner Ansicht nach dem funktionsrelevanten Resultat keinen Abbruch tut.

Die ersten Testschnitte waren jedenfalls schon deutlich zufriedenstellender, als das was ich im Anlieferzustand erlebt habe und so bin ich guter Dinge, dass sich der nicht unerhebliche Aufwand für mich gelohnt hat.
Hauptproblem jetzt: dem Zwang widerstehen, alle Zigarren im Humidor anzuschneiden...

In diesem Sinne, ein schönes Osterwochenende!
[+] 5 Benutzer dankten Apoc991 für diesen Beitrag
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#2
Hallo @Apoc991

das mit der mangelnden "Schärfe" ist ein bekanntes Problem zumindest hab ich es schon öfters gehört.
Abhilfe hat da immer das zerlegen und sehr aufwendige Abziehen der Flächen ergeben.
[+] 1 Benutzer dankte Tannat für diesen Beitrag
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#3
Probiert es mal mit einem Lederriemen und Polierpaste, das gibt den Messern noch den . auf dem i.
VG Mäx

smoke1

"Der Luxus an einer Zigarre ist nicht der Preis, sondern die Zeit die man mit ihr verbringt"   
[+] 2 Benutzer dankten CubanCigars für diesen Beitrag
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#4
Kurzes Update, das Testexemplar Bolivar Belicosos Finos hat den Anschnitt sowie die beiden notwendigen Nachschnitte klaglos überstanden, die Schneidkräfte haben sich zumindest gefühlt halbiert und die Schere geht jetzt auch richtig gut durch das Material.
Somit passt das für mich jetzt.

Blöd ist tatsächlich, dass man die Schraube wohl nicht ohne Beschädigung lösen kann, sonst hätt ich die Schere auch einfach mal auf die Schleifmaschine in der Arbeit geben können. So muss ich leider damit rechnen, dass ich mir bei der Aktion gleich noch ne neue Verschraubung überlegen muss weil die Alte das Prozedere nicht überlebt. Aber gut, seis drum, hat ja funktioniert.

Wenn die Kurzarbeit noch länger dauert gönn ich mir den Spaß vielleicht auch noch mit meinem Xikar Xi2.
[+] 1 Benutzer dankte Apoc991 für diesen Beitrag
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#5
Hast du mal nachgefragt bei Donatus was das Schärfen gekostet hätte?
Davidoff hat mir meine Schere gratis geschliffen.
Hab aber trotzdem die Donatus öfter im Einsatz  hmmcig
[+] 1 Benutzer dankte rudi8306 für diesen Beitrag
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#6
Nein, hab ich mir gespart, da ich ja beim Anschliff was anderes vorhatte.
Nachdem es ein Gebrauchtkauf ohne Rechnung war und ich das Modell in der Form nirgends auch nur abgebildet gefunden habe hatte ich da aber auch nicht die großen Ambitionen allein die Versandkosten von ca. 10-16 Euro zu entrichten.
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