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PARI Sinus
#1
Werte Community,

ich bin mir nicht sicher, ob es willkommen ist, wenn in diesem Forum medizinische Themen diskutiert werden, es scheint jedenfalls unüblich zu sein. Eines vorweg: Nichts liegt mir ferner, als irgendjemandem den Zigarrengenuß madig machen zu wollen, und wer weiterliest, wird sehen, daß ich das auch hier nicht vorhabe. Generell nehme ich an, in diesem Forum gilt der Konsens, daß unter erwachsenen, mündigen Menschen wohl vorausgesetzt werden kann, daß die Gesundheitsrisiken von Tabakkonsum jedermann bekannt sind und eigenverantwortlich gehandhabt werden. Davon einmal ganz abgesehen ist es meine Überzeugung, daß der Zigarrenkonsum aus diversen Gründen in gesundheitlicher Hinsicht weitaus weniger bedenklich ist als die häßliche kleine Entartung der Zigarre (so nenne ich es mal ganz bewußt).

Ich persönlich stelle seit vielen Jahren fest, daß ich in der Lage bin, sehr feine Gerüche wahrzunehmen - vielleicht nicht ganz wie Grenouille, der monströse Protagonist aus Patrick Süskinds Das Parfum, aber ich bin doch immer wieder über mich selbst erstaunt. Unabhängig davon (oder besteht vielleicht doch ein Zusammenhang?) bin ich stark gegen Pollen und weiteres allergisch, und überdies ist mein HNO-Bereich ziemlich anfällig für Infekte, halbchronische otitis media und dergleichen. Ein frustrierendes Thema, das mich begleitet, solange ich denken kann, und das mich somit auch häufig in meinem Zigarrengenuß erheblich beeinträchtigt.

Im folgenden möchte ich einen product review liefern, der für jeden relevant sein dürfte, dem es ähnlich geht wie mir. Wir leben in Zeiten rasant fortschreitender Medizintechnik, und darin liegt wahrhaftig eine Gnade der späten Geburt. Das im Threadtitel benannte Gerät - PARI Sinus - besitze ich seit etwa einem Jahr, und ich kann ohne Übertreibung sagen, daß es mein Leben verändert hat. Und nein, ich versichere höchstehrenwörtlich, daß ich aus dieser "Werbung in höchsten Tönen" keinerlei finanziellen oder sonstigen Nutzen ziehe.

Ich finde es immer wieder besonders überzeugend, wenn ein Wirkstoff, eine Therapiemethode, ein medizinisches Gerät bestechend einfach im Wirkprinzip ist und am besten rein physikalisch wirkt, ohne daß ein Wirkstoff irgendwie verstoffwechselt wird (dazu zähle ich auch z.B. Kohletabletten, Simeticon oder Macrogol). In diesem Fall bespreche ich ein Inhalationsgerät, das einem die Nasennebenhöhlen, Stirnhöhlen, die Eustachi-Röhre und das Mittelohr freibläst, und zwar so, daß ich mich jedes Mal wie neugeboren fühle, so befreiend ist die Wirkung.

Das Wirkprinzip ist denkbar einfach: Eine Flüssigkeit (im einfachsten Fall eine selbst angemischte Kochsalzlösung, oder auch eine Lösung von Emser Salz, wie sie eigens für Nasenspülungen verkauft wird) wird durch das Gerät in ein Aerosol verwandelt, das dann aus einem handlichen Endstück austritt und in die Nase eingeleitet werden kann. Das Entscheidende ist zudem die Druckmodulation ("Pulsation") des Nebels, denn dadurch erst werden die Nasennebenhöhlen richtig "freigeballert". Es verhält sich quasi zu einem Vernebler mit konstantem Druck so, wie sich eine Schlagbohrmaschine zu einem Bohrer ohne Schlag verhält.

Ob das Gerät erfolgreich verwendet werden kann, hängt zudem entscheidend davon ab, ob man die Körperkontrolle besitzt, das Gaumensegel hochzuklappen und dadurch den Nasen-Ohren-Raum "abzudichten". Wenn ich meiner kleinen Tochter sage, "jetzt klapp mal das Gaumensegel hoch", weiß sie nicht, was sie tun soll, und ich glaube, auch viele Erwachsene wüßten das nicht. In so einem Fall ist das Gerät völlig nutzlos.

Beherrscht man die Anwendung jedoch, so läßt sich jede Erkältung in der halben Zeit abhaken, so geht es mir jedenfalls. Das pulsierende Aerosol dringt in die letzten Verästelungen der Stirnhöhlen, Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Mittelohr etc. ein, sorgt dort für sanfte Befeuchtung und Verflüssigung von Sekret, und hinterläßt das Gefühl, man habe sich quasi den Kopf einmal richtig durchgekärchert. Der Geruchssinn ist danach deutlich verfeinert.

Zur naheliegendsten Alternative, dem klassischen Nasenspray: Klar, damit kriegt man die Nase auch frei, aber zum einen macht es süchtig ("reaktive Hyperämie", d.h. noch stärker verstopfte Nase nach Abklingen der Wirkung), und zum anderen schmecke ich nach einer Sprühdosis Xylometazolin trotzdem nix! Die Riechzellen sind völlig betäubt davon, bzw. die Riechschleimhaut ist stark kontrahiert und minderdurchblutet, nehme ich an (bin kein Mediziner). Auch ist die reinigende Wirkung nicht gegeben - oder in den Worten des Herstellers: Die "Regeneration des Zilienepithels, Verbesserung der mukoziliären Clearance".

Ich sehe, bei Amazon bekommt das Gerät nur 3,5 Sterne. Ich gehe davon aus, daß die Wirksamkeit individuell variiert, und wie gesagt nicht zuletzt stark von der optimalen Anwendungstechnik abhängt, die man erst einmal für sich persönlich herausbekommen muß. Habe z.B. nicht von Anfang an gewußt, daß man Ambroxol-Inhalationslösung (sekretverflüssigend, ähnlich wie Acetylcystein) nicht mit Nasenspülsalz mischen darf, da das Ambroxol sonst ausflockt; auch beides kurz nacheinander anzuwenden ist darum vllt. nicht so empfehlenswert.

Ich könnte mir vorstellen, daß es auch möglich ist, das Gerät irgendwo auszuleihen, um es zu testen. Hygienebedenken braucht man da auch keine haben, denn die entscheidenden Komponenten kann man auskochen.

Das Gerät ist lauter als eine elektrische Zahnbürste, aber leiser als ein Staubsauger. Es läßt sich innerhalb von 5 Minuten auspacken und betriebsfertig machen, wenn die zu vernebelnde Flüssigkeit bereits angemischt vorliegt. Bei Amazon kostet es ca. 250€. Ich könnte noch einiges schreiben, aber weitere Details (auch Nachteile) lassen sich ja auch z.B. aus Amazon-Produktrezensionen entnehmen. Meine Take-home-message ist: Wenn du ein Zigarrenraucher mit häufigen HNO-Problemen bist und dich darum häufig in deinem Genuß beeinträchtigt siehst, könnte das Gerät einen Versuch wert sein.

EDIT: verschoben /nitrofridi
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#2
Ich ahne bereits, daß hieraus kein ausufernder Thread werden wird... Einfach, weil die meisten Leute verständlicherweise Hemmungen haben, über ihre eigenen (dann oft wenig erbaulichen) Erfahrungen zu sprechen. Und wozu? Das ist hier eben keine Arztsprechstunde. Ich hoffe, ich habe den Leser nicht zu sehr getriggert, aber vllt. findet es ja trotzdem jemand nützlich.
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