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Plasencia Alma Fuerte Sixto II Hexagono
#1
Nachdem ich bereits neun dieser Zigarren in Rauch habe aufgehen lassen (die Letzte liegt einsam und allein in ihrer Kiste) wird es Zeit diesen Stumpen mit einem eigenen Thread hier zu verewigen.

Die Zigarren mit den Traummaßen 6x60 (6 Zoll Länge mit einem gewaltigen 60er Ringmaß) kommt in einer extrem aufwändigen Verpackung: Die schicke Holzkiste (dunkel gebeizt würde ich vermuten) und der dazugehörige Aschenbecher (mit Plasencia Metallplakette auf der Innenseite) sind luftdicht mit Schrumpfschlauch umgeben – der Ascher war schon bei anderen Plasencia Produkten (ich erinnere mich an die „Reserva 1898 Original Robusto“ und die „Alma de Campo Tribu Robusto“) für eine kurze Zeit Bestandteil einer jeden Kistenlieferung und wurde dann nach einiger Zeit ersatzlos gestrichen.

Zur Zigarre selber: Was nach dem Öffnen der Kiste auffällt sind das sehr dunkle Deckblatt (ich war versucht es Maduro zu nennen aber der offizielle Name ist wohl Shade), die drei Zigarrenringe (zwei dort wo man sich standardmäßig vermuten würde und einer zum Schutz der Zigarre am Fuß) sowie die doch ziemlich eigenwillige Pressung der Zigarren – sie sind vom Querschnitt sechseckig! Die in gold/schwarz gehaltenen Zigarrenringe (speziell der Große) sind aus geprägtem Papier und weisen eine sanfte Strukturierung auf welche an Pilotenjacken der US Airforce aus dem 2. Weltkrieg erinnert – Ihr wisst wahrscheinlich welches ich meine, die mit dem „Teddykragen“.

Der Kaltgeruch ist geprägt von Leder und ein wenig Walderde (wer mal in einem Wald kurz nach einem Regenguss war wird wissen was ich meine). Die Zigarre erweckt haptisch den Eindruck über gealtertes Leder zu streichen wobei das Deckblatt sehr fein strukturiert ist und wieder an die oben genannte Airforce-Jacke erinnert welche in Ehren gealtert ist und diese grandiosen Alters-Crackles hat (mir fällt kein anderes Wort ein, sorry). Nach dem Anstechen und Entzünden wobei die Flammannahme exzellent war geht nach ein paar Zügen ein wahres Feuerwerk an Aromen los: wieder Leder, Erde, Honig und Kakao – da war bestimmt noch mehr aber ich kann diese komplexe Aromastruktur nur schwer fassen. Der Rauch ist dicht, cremig und irgendwo „süss“. Die sehr feine Asche ist weiß marmoriert und sehr fest, es ist durchaus möglich den Aschekegel ohne großen Aufwand bis über die Hälfte der Zigarre zu halten. Der Abbrand ist im Regelfall sehr gleichmäßig, sollte sich doch einmal Schiefbrand einstellen hat sich dieser immer von selbst korrigiert. Degasieren  und Nachfeuern ist bei keinem Exemplar notwendig gewesen.

Nach diesem ganzen Lob muss ich allerdings auch etwas Negatives vermerken: Von den 9 verkosteten Exemplaren sind drei leider im Rauchverlauf aufgeplatzt, wenn sie aufplatzen dann auch immer an mehreren Stellen – das hat sich auf den Geschmack nicht großartig ausgewirkt das Gesamterlebnis jedoch jedes Mal getrübt.

Dringende Empfehlung bei dieser Zigarre ist nicht zu Cutten sondern zu Bohren (ob sechs oder neun Millimeter ist dabei egal), ein Cut nimmt in meinen Augen extrem viel vom Geschmackserlebnis. Zudem sollte man der Zigarre die Zeit geben die sie benötigt (also mindestens zwei Stunden), zieht man zu hektisch hat die Zigarre die Tendenz ziemlich scharf zu werden.

Fazit: Neben der Arturo Fuente Opus X Reserva du Chateau (Churchill) das Beste was ich an Non-Cubans bisher geraucht habe – leider ist der Stumpen mit €22,00 auch nicht ganz günstig.


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"Clapton is God" (Graffiti in Islington, London 1965)
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#2
Schönes Review für eine toll klingende Zigarre! Schon der Ascher hat wirklich was...

Ich habe die Plasencia Alma del Campo als Robusto schon länger auf der Einkaufsliste. Die Linie soll ja etwas milder aber ähnlicher komplex wie die Fuerte sein...
Dein Tasting hat die Kiste nun weiter nach oben rücken lassen
[+] 1 Benutzer dankte Unregistriert für diesen Beitrag
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#3
(16.06.2019, 14:10)Gardist schrieb: Ich habe die Plasencia Alma del Campo als Robusto schon länger auf der Einkaufsliste. Die Linie soll ja etwas milder aber ähnlicher komplex wie die Fuerte sein...
Dein Tasting hat die Kiste nun weiter nach oben rücken lassen

von der Alma del Campo Tribu (Robusto) hab ich auch eine Kiste durch und ich muss sagen die hinkt der Sixto meilenweit hinterher - das herausstechenste Merkmal dieses Stumpen war der chronische Schiefbrand. Geschmacklich sind die auch nciht schlecht aber wenn ich ehrlich bin ist mir die Tribu für den aufgerufenen Preis einfach viel zu viel Arbeit.
"Clapton is God" (Graffiti in Islington, London 1965)
[+] 1 Benutzer dankte prancinghorse für diesen Beitrag
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#4
Ich durfte heute diese sehr eindrucksvolle Zigarre testen. Vielen Dank noch einmal an den sehr edlen Spender!
Der äußere Eindruck ist wirklich alleine durch das Format sehr beeindruckend. Die außergewöhnliche Form macht das stattliche Format noch einmal ganz besonders.
Die Verarbeitung und die Anillas ebenso spitzenmäßig.
Die Zigarre wurde von mir eher unterproportional zum Durchmesser gebohrt. Bekanntlich geht nachträglich immer größer. Es erwies sich als sehr gute Handhabung da gecuttet der Zug viel zu leicht wäre.

Kaltgeruch war sehr interessant und (evtl. durch das Deckblatt voreingenommen) erinnerte es mich an Zartbitterschoki.

Mit großer Flamme eines double Jet behutsam angefeuert konnte das Spektakel beginnen. Da ich nicht gründlich genug war gab es zu Beginn leichten Schiefbrand den ich zügigst korrigiert habe. Danach lag das Feuerzeug bis kurz vor Schluß nutzlos daneben. Wahrscheinlich hätte es auch komplett wegbleiben können aber ich wollte den minimalen Schiefbrand im letzten Drittel der ansonsten perfekt verarbeiteten Zigarre kurz nachhelfen. Durch die Form eines Hexagon kann ich mir sehr gut vorstellen das die Verarbeitung noch einmal schwieriger ist wie bei einer normalen Zigarre.

Jetzt kommen wir zum wesentlichen:
Wie hat sie denn nun geschmeckt?
Ich muss gestehen das ich absolut Kuba verfallen bin. Gerade Zigarren außerhalb Kuba ja fast schon geizig gegenüber eingestellt.
Diese Nicaragua Puro ist eine klassische Vertreterin ihres Landes. Wer Davidoff Nic gerne raucht, sollte sie unbedingt mal probieren.
Jetzt kommen wir auch gleich zu dem warum ich nur ab und an Nicaragua rauche. Obwohl zur Abwechslung immer wieder gerne, fehlt mir immer wieder die Lust nach der Geradlinigkeit.
Eigentlich braucht man sie gar nicht in Drittel einzuteilen. Sie schmeckte, einmal richtig in Fahrt, bis zum Schluß gleich. Bei diesem Format kann das durchaus auch langweilig werden. Ich habe das ganze etwas optimiert und zu Beginn ein Corona getrunken und danach mit einer Cola (unehrlich) beendet. Durch die gegensätzlichen Getränke gab es auch geschmacklich Vielfallt. Wobei ich jetzt nachträglich empfinde das die süße der Cola eigentlich fast schon zu viel war. Das Bier war als Gegenpol hervorragend geeignet.

Mein Resümee:
Zur Abwechslung und wenn man mal bei einem gemütlichen Gesprächsabend eine Zigarre sucht die keinerlei Aufmerksamkeit braucht, ist sie perfekt. Wobei mir das bei dem Preis eigentlich fast schon zu schade ist. Als unregelmäßige Abwechslung zu Kuba könnte ich sie mir dennoch im Humidor vorstellen. Sonst greife ich gerne auch mal dahingehend zu Oliva V, aber diese hat einen ganz andere Power und es fällt mir eher schwer danach noch eine andere Zigarre zu rauchen. Wobei das vom Gefühl her, das geschmacklich noch etwas fehlt, immer wieder eine Überlegung ist.
Die Plasencia Alma Fuerte Sixto II Hexagono ist dagegen bei weitem nicht so stark.

   
   
Geht nicht, gibt es nicht. Unmögliches wird meist sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger
[+] 10 Benutzer dankten nitrofridi für diesen Beitrag
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#5
Wollte mir mal eine bestellen, aber bei dem Preis wird es nichts.
"Wenn ein splitternackter Mann eine Frau quer durch die Stadt jagt,Messer in der einen Hand, Penis in der anderen... glaub ich nicht, dass er sie in den Schlaf singen will...!" Zitat Dirty Harry
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