30.07.2026, 20:54
Wer die Steuererhöhung gutheißt, dem möchte ich folgendes Rechenbeispiel mitgeben:
Ein Gutverdiener im (ab 2027 erhöhten) „Reichen"steuersatz verdient 100 € und kauft davon eine Zigarre. Der Staat hält dreimal die Hand auf:
Einkommensteuer + Soli: 49,59 € weg - bleiben 50,41 €
In der Zigarre steckt die MwSt: nochmal 8,05 €
Obendrauf die neue Tabaksteuer: 10,62 €
68 von 100 verdienten Euro gehen an den Staat. Für die Zigarre selbst - Tabakbauer, Roller, Import, dein Händler um die Ecke - bleiben 32. Der Fiskus verdient an meinem Zigarrenkonsum also mehr als doppelt so viel wie die gesamte Kette zusammen, die sie anbaut, rollt und verkauft. Heute sind wir bei 56%. Das reicht offenbar nicht.
Und wofür? Ich habe länger in der Schweiz gelebt: deutlich weniger Steuern - und trotzdem ist dort die hinterletzte Dorfstraße besser in Schuss als bei uns die Hauptstraße. Der Kanton Zug weiß vor lauter Überschüssen kaum wohin damit und hat gerade als erster Kanton beschlossen, sie den Bürgern per Steuerrabatt zurückzugeben - Begründung des Parlaments: Überschüsse gehören nicht dem Staat, sondern den Steuerzahlern. Bei uns: Rekord-Steuereinnahmen, Jahr für Jahr - und gleichzeitig marode Infrastruktur, schlechte Schulen, viel zu wenige Kitaplätze. Und als Dank die nächste Erhöhung.
Die Frage ist also nicht, ob diese Tabaksteuer „gerechtfertigt" ist. Die Frage ist: Wohin verschwindet das ganze Geld? Dieser Staat hat kein Einnahmenproblem. Er hat ein Ausgabenproblem - und wir finanzieren es jetzt noch mehr über unser Hobby.
Ein Gutverdiener im (ab 2027 erhöhten) „Reichen"steuersatz verdient 100 € und kauft davon eine Zigarre. Der Staat hält dreimal die Hand auf:
Einkommensteuer + Soli: 49,59 € weg - bleiben 50,41 €
In der Zigarre steckt die MwSt: nochmal 8,05 €
Obendrauf die neue Tabaksteuer: 10,62 €
68 von 100 verdienten Euro gehen an den Staat. Für die Zigarre selbst - Tabakbauer, Roller, Import, dein Händler um die Ecke - bleiben 32. Der Fiskus verdient an meinem Zigarrenkonsum also mehr als doppelt so viel wie die gesamte Kette zusammen, die sie anbaut, rollt und verkauft. Heute sind wir bei 56%. Das reicht offenbar nicht.
Und wofür? Ich habe länger in der Schweiz gelebt: deutlich weniger Steuern - und trotzdem ist dort die hinterletzte Dorfstraße besser in Schuss als bei uns die Hauptstraße. Der Kanton Zug weiß vor lauter Überschüssen kaum wohin damit und hat gerade als erster Kanton beschlossen, sie den Bürgern per Steuerrabatt zurückzugeben - Begründung des Parlaments: Überschüsse gehören nicht dem Staat, sondern den Steuerzahlern. Bei uns: Rekord-Steuereinnahmen, Jahr für Jahr - und gleichzeitig marode Infrastruktur, schlechte Schulen, viel zu wenige Kitaplätze. Und als Dank die nächste Erhöhung.
Die Frage ist also nicht, ob diese Tabaksteuer „gerechtfertigt" ist. Die Frage ist: Wohin verschwindet das ganze Geld? Dieser Staat hat kein Einnahmenproblem. Er hat ein Ausgabenproblem - und wir finanzieren es jetzt noch mehr über unser Hobby.

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