Vor 9 Stunden
La Chaveta Black Tasting
Wie ich bereits im "Was raucht ihr gerade?" Thread geschrieben habe, habe ich endlich die neue La Chaveta Black im Robusto Format getestet und freue mich darauf meine Eindrücke hier mit euch zu teilen. Die Eckdaten zur Zigarre könnt ihr wie immer dem ersten Beitrag in diesem Thread entnehmen. Soviel zur Einleitung, viel spaß beim lesen!
Optik & Haptik: Die La Chaveta Black hat ein mattes, leicht raues Deckblatt in einem schönen schokobraunen Farbton. Sowohl am Zigarrenkopf, als auch am Zigarrenfuß hat die La Chaveta Black ein Pigtail (wie es auch bei ihrem Vorgänger der Fall ist). Ein leichter Druck mit den Fingern auf die Zigarre gibt preis, das sie recht fest gerollt ist. Trotz der etwas rustikalen Haptik sieht das Deckblatt aber sehr schön aus wie ich finde. Mir gefällt die schwarz/goldene Bauchbinde in Kombination mit dem dunklen Deckblatt extrem gut und sie erweckt dadurch einen äußerst hochwertigen Eindruck.
Kaltgeruch: Der Kaltgeruch der La Chaveta Black lässt bereits erahnen, das die verwendeten Tabake eine gewisse Reifezeit hinter sich haben. Eine dezente Fermentationssüße, leichter schwarzer Pfeffer und eine dezente Stalligkeit konnte ich direkt wahrnehmen, begleitet von einem feinen Duft welcher an geröstete Kaffeebohnen erinnert.
Kaltzug: Der erste Zug vor dem anzünden war überraschend. Eine leichte Fruchtigkeit war auf der Zunge zu schmecken, welche im Kaltgeruch nicht vorhanden war. Ausserdem konnte ich im Kaltzug bereits Kakao, Schwarzbrot und die leichte Fermentationssüße, welche ich bereits in der Nase hatte vernehmen.
Erstes Drittel: Die Zigarre startet direkt mittelkräftig bis kräftig. Schwarzer Pfeffer, dunkler Kakao, Kaffee, Schwarzbrot, Leder und eine leichte herbe/grasigkeit sind die dominanten Aromen im ersten Drittel. Die Aromen greifen zu diesem Augenblick noch nicht ineinander und sind "getrennt" für sich selbst deutlich wahrzunehmen.
Zweites Drittel: Zu Beginn des zweiten Drittels verändert sich die bisher noch etwas rauere Aromatik der La Chaveta Black in eine wunderbare Richtung. Der schwarze Pfeffer geht zurück und die Zigarre wird ab diesem Moment deutlich komplexer und bringt feine dunkle Röstaromen und eine leicht ins erdige übergehende Mineralität zum Vorschein, was begleitet wird von einer herben Nussigkeit (richtung geröstete Haselnüsse) und von einer Veränderung des Kaffeearomas, welches jetzt deutlich in die Richtung von Espresso geht. Dieses Aromenspiel bleibt über das gesamte zweite Drittel erhalten.
Letztes Drittel: Zum Finale kommt der schwarze Pfeffer wieder mehr in den Vordergrund und leichte Anklänge von Menthol/Minze schwingen dezent im Hintergrund mit. Die Zigarre wird zunehmend holziger und verleiht den letzten Minuten des Smokes nochmal eine gewisse Schwere, wie man es von stärkeren Nicaragua Puros gewohnt ist. Nach einer guten Stunde habe ich die La Chaveta Black Robusto dann abgelegt.
Raucheigenschaften: Wie auch schon bei der La Chaveta White, kann ich was die Raucheigenschaften angeht nur positives berichten. Die Zigarre nimmt das Feuer sehr gut an, der Zugwiderstand und das Rauchvolumen sind ideal und der Abbrand ist kreisrund und muss nie korrigiert werden, also alles so wie es sein soll. Was eventuell erwähnenswert wäre ist das die Asche recht früh fällt. Mehr als 1-2cm Aschestand habe ich nicht geschafft ohne das der Aschekegel gefallen ist. Was ich ausserdem positiv hervorheben möchte ist die extrem angenehme Raumnote dieser Zigarre. Der aufsteigende Rauch zwischen den Zügen hat einen sehr angenehmen Duft wie ich finde. Vom Nikotingehalt würde ich die La Chaveta Black im Mittelfeld ansiedeln.
Fazit: Als Liebhaber der La Chaveta White hätte ich mir keinen besseren Nachfolger wünschen können als die La Chaveta Black. Die beiden Linien könnten aromatisch nicht unterschiedlicher sein, stehen sich aber gegenseitig in nichts nach. Qualitativ sind beide Linien absolut ebenbürtig und liefern einem je nachdem was man gerade möchte (leicht und cremig oder eher schwer und komplex) genau das richtige Raucherlebnis. Man merkt deutlich das der Masterblender, welcher die Blends für die La Chaveta Zigarren kreiert sein Handwerk versteht - Hier wurden sich wirklich Gedanken gemacht. Das Preis/Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach überragend. Sehr leckere und gut gemachte Zigarren für deutlich unter 10€ sind eine Ansage und ich finde es klasse das die Cigarworld hier etwas erschaffen hat, was den preisbewussten Genießer der nicht auf Qualität und Genuss verzichten möchte als Zielgruppe anspricht. Ich spreche hier eine ganz klare Empfehlung aus, das sollte man zumindest mal probiert haben!
Wertung: 9/10 - Klasse!
Wie ich bereits im "Was raucht ihr gerade?" Thread geschrieben habe, habe ich endlich die neue La Chaveta Black im Robusto Format getestet und freue mich darauf meine Eindrücke hier mit euch zu teilen. Die Eckdaten zur Zigarre könnt ihr wie immer dem ersten Beitrag in diesem Thread entnehmen. Soviel zur Einleitung, viel spaß beim lesen!
Optik & Haptik: Die La Chaveta Black hat ein mattes, leicht raues Deckblatt in einem schönen schokobraunen Farbton. Sowohl am Zigarrenkopf, als auch am Zigarrenfuß hat die La Chaveta Black ein Pigtail (wie es auch bei ihrem Vorgänger der Fall ist). Ein leichter Druck mit den Fingern auf die Zigarre gibt preis, das sie recht fest gerollt ist. Trotz der etwas rustikalen Haptik sieht das Deckblatt aber sehr schön aus wie ich finde. Mir gefällt die schwarz/goldene Bauchbinde in Kombination mit dem dunklen Deckblatt extrem gut und sie erweckt dadurch einen äußerst hochwertigen Eindruck.
Kaltgeruch: Der Kaltgeruch der La Chaveta Black lässt bereits erahnen, das die verwendeten Tabake eine gewisse Reifezeit hinter sich haben. Eine dezente Fermentationssüße, leichter schwarzer Pfeffer und eine dezente Stalligkeit konnte ich direkt wahrnehmen, begleitet von einem feinen Duft welcher an geröstete Kaffeebohnen erinnert.
Kaltzug: Der erste Zug vor dem anzünden war überraschend. Eine leichte Fruchtigkeit war auf der Zunge zu schmecken, welche im Kaltgeruch nicht vorhanden war. Ausserdem konnte ich im Kaltzug bereits Kakao, Schwarzbrot und die leichte Fermentationssüße, welche ich bereits in der Nase hatte vernehmen.
Erstes Drittel: Die Zigarre startet direkt mittelkräftig bis kräftig. Schwarzer Pfeffer, dunkler Kakao, Kaffee, Schwarzbrot, Leder und eine leichte herbe/grasigkeit sind die dominanten Aromen im ersten Drittel. Die Aromen greifen zu diesem Augenblick noch nicht ineinander und sind "getrennt" für sich selbst deutlich wahrzunehmen.
Zweites Drittel: Zu Beginn des zweiten Drittels verändert sich die bisher noch etwas rauere Aromatik der La Chaveta Black in eine wunderbare Richtung. Der schwarze Pfeffer geht zurück und die Zigarre wird ab diesem Moment deutlich komplexer und bringt feine dunkle Röstaromen und eine leicht ins erdige übergehende Mineralität zum Vorschein, was begleitet wird von einer herben Nussigkeit (richtung geröstete Haselnüsse) und von einer Veränderung des Kaffeearomas, welches jetzt deutlich in die Richtung von Espresso geht. Dieses Aromenspiel bleibt über das gesamte zweite Drittel erhalten.
Letztes Drittel: Zum Finale kommt der schwarze Pfeffer wieder mehr in den Vordergrund und leichte Anklänge von Menthol/Minze schwingen dezent im Hintergrund mit. Die Zigarre wird zunehmend holziger und verleiht den letzten Minuten des Smokes nochmal eine gewisse Schwere, wie man es von stärkeren Nicaragua Puros gewohnt ist. Nach einer guten Stunde habe ich die La Chaveta Black Robusto dann abgelegt.
Raucheigenschaften: Wie auch schon bei der La Chaveta White, kann ich was die Raucheigenschaften angeht nur positives berichten. Die Zigarre nimmt das Feuer sehr gut an, der Zugwiderstand und das Rauchvolumen sind ideal und der Abbrand ist kreisrund und muss nie korrigiert werden, also alles so wie es sein soll. Was eventuell erwähnenswert wäre ist das die Asche recht früh fällt. Mehr als 1-2cm Aschestand habe ich nicht geschafft ohne das der Aschekegel gefallen ist. Was ich ausserdem positiv hervorheben möchte ist die extrem angenehme Raumnote dieser Zigarre. Der aufsteigende Rauch zwischen den Zügen hat einen sehr angenehmen Duft wie ich finde. Vom Nikotingehalt würde ich die La Chaveta Black im Mittelfeld ansiedeln.
Fazit: Als Liebhaber der La Chaveta White hätte ich mir keinen besseren Nachfolger wünschen können als die La Chaveta Black. Die beiden Linien könnten aromatisch nicht unterschiedlicher sein, stehen sich aber gegenseitig in nichts nach. Qualitativ sind beide Linien absolut ebenbürtig und liefern einem je nachdem was man gerade möchte (leicht und cremig oder eher schwer und komplex) genau das richtige Raucherlebnis. Man merkt deutlich das der Masterblender, welcher die Blends für die La Chaveta Zigarren kreiert sein Handwerk versteht - Hier wurden sich wirklich Gedanken gemacht. Das Preis/Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach überragend. Sehr leckere und gut gemachte Zigarren für deutlich unter 10€ sind eine Ansage und ich finde es klasse das die Cigarworld hier etwas erschaffen hat, was den preisbewussten Genießer der nicht auf Qualität und Genuss verzichten möchte als Zielgruppe anspricht. Ich spreche hier eine ganz klare Empfehlung aus, das sollte man zumindest mal probiert haben!
Wertung: 9/10 - Klasse!
Cigars, Spirits and the finer side of life 👌🏻 (Cigarficionado_95)

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